Friedrich Press | Geistige Zeichen setzen!
Skulpturen und Zeichnungen
Ausstellung im Foyer - Ausstellungsraum
01. Juli bis 30. Oktober 2026
Friedrich Press (* 7. September 1904 in Ascheberg, Westfalen; † 5. Februar 1990 in Dresden)
war ausgebildeter Holz- und Steinbildhauer, arbeitete als freischaffender Künstler und erregte mit seinen Werken große Aufmerksamkeit. Seine Kunst galt bei den Nationalsozialisten als »entartet«, er erhielt zunächst keine öffentlichen Aufträge mehr. 1946 kehrte er aus der Kriegsgefangenschaft in das zerstörte Dresden zurück und widmete sich nach wenigen öffentlichen Aufträgen hauptsächlich der Sakralkunst und Kirchenraumgestaltung.
Er gestaltete über 40 katholische und evangelische Kirchen in beiden deutschen Staaten.
Die Ausstellung von Skulpturen und wenigen Zeichnungen gibt u.a. einen Überblick seiner letzten 30 Schaffensjahre und vermitteln seinen künstlerischen Anspruch zur Formenreduktion, um damit geistige Zeichen zu setzen.
Dieses Jahr wird die Ausstellung durch ein auffällig anderes Werk bereichert. In amerikanischer Kriegsgefangenschaft in Italien und unmittelbar nach der Entlassung schuf Friedrich Press ein umfangreiches Werk virtuoser Zeichnungen unter dem Eindruck der Kunst der Dürerzeit. Die in der Ausstellung gezeigte Skulptur eines Engels (Lindenholz, 1948) entstand in Auseinandersetzung mit dem Faltenwurf spätgotischer Holzbildwerke. Dabei wird der naturalistische Faltenwurf durch glatte Aushöhlungen und Wölbungen ornamental reduziert. In dieser auffallend andersartigen Figur gegenüber den anderen ausgestellten Werken liegt also schon ein Keim zur zeichenhaften Reduktion. Damit ist der diesjährige Schwerpunkt in der Dauerausstellung gesetzt. Dazu kommt die Lithographie „Kopf-Figur en face“ im Austausch mit einer sonst präsentierten Kohlezeichnung.
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 10 - 18 Uhr
Am 03. Oktober bleibt die Ausstellung geschlossen.