• Foto Dreikönigskirche

Ich bin kein Etikett


EINE AUSSTELLUNG VON WEITERDENKEN, DER HEINRICH-BÖLL-STIFTUNG SACHSEN

28. Februar bis 13. April

Die Ausstellung erzählt darüber, wie schnell Vorurteile entstehen – und von der Chance, diese abzubauen. Wir weisen Menschen oft allein aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe, ihres Namens oder ihres Verhaltens schnell Eigenschaften zu – ohne sie zu kennen. Doch geht auch anders – die Ausstellung beleuchtet mit großformatigen Fotoportraits Lebensgeschichten und Lebensvisionen.

Wenn wir Menschen mit einem Etikett versehen, schließen wir sie zu konstruierten Gruppen zusammen: aufgrund ihres sozialen Hintergrunds, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Religion oder ihrer Hautfarbe. Dadurch werden Vorurteile verbreitet. Sie münden oft in diskriminierenden Verhaltensweisen, wie abwertenden Bemerkungen, Benachteiligungen und auch Gewalt. Dabei findet Diskriminierung unbewusst oder bewusst in allen Bereichen der Gesellschaft statt: in der Familie, auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt, in der Gesundheitsversorgung und in der Bildung. Selten werden Betroffene gehört und ernst genommen. Es gibt aber auch den Widerspruch gegen Diskriminierung – in Gestalt derer, die sich wehren und aufklären, die Gleichberechtigung fordern und für sie kämpfen. Neun von ihnen erzählen, wie sich Diskriminierung auf ihr Leben auswirkt, wie sie sich dagegen wehren und in welcher Gesellschaft sie leben möchten. Eine Ausstellung, die sensibilisiert und Mut für die Vielfalt in unserem Zusammenleben macht.

Vertiefend zu dieser Ausstellung können Sie im März und Mai mehrere Gesprächsabend in der Reihe "Glückwunsch, Grundgesetz" im Café Dreikönig besuchen. Anlass ist der 70jährige Geburtstag des Grundgesetzes in diesem Jahr. In einigen Veranstaltungen beleuchten wir dabei besonders der Gleichstellung aller Menschen vor dem Gesetz bzw. Nichtbenachteiligung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen. Nähere Informationen finden Sie hier.