• Foto Dreikönigskirche

Flucht & Gastfreundschaft - in der Bibel & im Heute

Ausstellung | 5. Februar bis 17. März

Unsere neue Ausstellung GOTT HAT DEN FREMDLING LIEB bringt biblische Herausforderungen zum Umgang mit Fremden zur Sprache. Die Schicksale „prominenter“ Fremder in der Bibel von Abraham und Sara über Josef, Mose und Rut bis hin zu Jesus und den ersten Christen werden genau so beleuchtet wie aktuelle Gebote zum Schutz des Fremden und das biblische Konzept der Gastfreundschaft. Die Ausstellung spannt aber auch einen Bogen zu jenen Menschen, die in der Gegenwart ihre Heimat als Flüchtende verlassen müssen. Sie zeigt deshalb Kunstwerke des aus Libyen geflüchteten und jetzt in Dresden lebenden Künstlers Moussa Mbarek, die von Heimat und Flucht im Heute erzählen.


MOUSSA MBAREK ist vor drei Jahren aus Libyen geflüchtet und lebt in Dresden. Er ist Tuareg und kommt aus Ubari im Südwesten des Landes. In den 1970 Jahren bot Gaddafi den Ureinwohnern der Wüste - den Tuareg - an, die arabische Nationalität anzunehmen und dafür die libysche Staatsbürgerschaft zu erhalten. Das bedeutete aber auch den Verlust der eigenen Sprache und Kultur und Identität. Moussas Familie hat sich dem nicht unterworfen. Wer sich so entschieden hat, der besitzt keinen Pass, ist staatenlos und wird ein Leben lang als Mensch zweiter Klasse behandelt. Als die Konflikte in Libyen ein normales Leben unerträglich machten, verließ Moussa sein Land.

„ Aber in meinem Kopf waren Bilder. Jeden Tag und jede Nacht. Ich hatte Papier, Bleistift und Buntstifte. Alle meine Erinnerungen und Sehnsüchte färbten sich bunt und legten sich auf das weiße Papier zum Schlafen. Und so ist es bis heute.“

In Dresden angekommen, hat er hier die Möglichkeit, neue künstlerische Techniken zu lernen, mit Tusche zu zeichnen, Plastiken zu modellieren oder die Klarheit des Holz und Linolschnitts für sich zu nutzen. Sein größter Wunsch eine Ausbildung machen zu dürfen und irgendwo anzukommen.

AUSSTELLUNGSZEITRAUM:
5. Februar bis 17. März