Ausstellung zum 100. Geburtstag von Werner Juza

vom 24.02. bis 23.04.2024

 

Öffnungszeiten der Ausstellung:

Montag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr

 

Der autodidaktische Künstler Werner Juza war ein frei arbeitender Maler und Grafiker, zudem mit literarischem Talent, der aber insbesondere viele Kirchräume umfassend neu gestalten oder auch dafür nur neue Glasmalereien entwerfen konnte. Wenige Aufträge für Geschäftsräume kamen dazu.

Die Ausstellung zum 100. Geburtstag im Haus der Kirche Dresden widmet sich explizit den Kirchraumgestaltungen. Dazu werden erstmals im größeren Umfang die Originalentwürfe des Künstlers präsentiert, ergänzt mit dokumentarischen Fotos.

Abgesehen von der Glasmalerei und textilen Arbeiten führte Werner Juza seine Entwürfe in den verschiedensten Materialien und Techniken selbst aus: Holzschnitzerei, Kupfertreibarbeiten, Wandmalerei etc.

Zu den Wandbildern zählt auch dasjenige mit dem Titel „Versöhnung“ von 1989-1990 nach Entwurf von 1988 im großen Saal des Hauses der Kirche. Werner Juza hat sich unabhängig von den Kirchraumgestaltungen mit der Bibel auseinandergesetzt und dabei betont, die Botschaft des Jesus von Nazareth aktuell und zeitnah in bildende Kunst umzusetzen als Botschaft allgemeinmenschlicher Werte. So entstanden als Einzelwerke oder Zyklen Federzeichnungen und Holzschnitte.

„Bis ins hohe Alter ist Werner Juza ein Suchender geblieben, der mit Ausdruckstechniken experimentierte und sie auf wirkungsvolle Art in seinen Themen miteinander verband. Seine Arbeiten sind kraftvoll, gleichnishaft, zutiefst verwurzelt und mit dem Leben verbundener Realismus mit manchmal skurrilen und oft humorvollen Zügen sehr fein beobachteter Charaktere“ (Angelika Busse).

Dr. Frank Schmidt, Kunstdienst der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens

 

Lebenslauf von Werner Juza

1924      am 22. März in Rodewisch/Vogtl. geboren

1942 und 1946 Architekturstudium, unterbrochen durch 3 Jahre Kriegsdienst und Gefangenschaft

seit 1945 in Wachau ansässig

1947     Abbruch des Studiums und freier Mitarbeiter in einem Architekturbüro

1948    Hinwendung zur Malerei, ermutigt durch Richard Müller und Karl-Josef Friedrich

seit 1951 künstlerische Tätigkeit als Maler und Grafiker, Autodidakt

seit 1952 Mitglied im Verband Bildender Künstler

seit 1959 zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen

seit 1990 Mitglied im Sächsischen Künstlerbund

zahlreiche Wandbilder, Metallarbeiten und Glasfenster in Kirchen und öffentlichen Gebäuden.

Arbeiten in Museen und Kunstsammlungen.

letzte Lebens- und Schaffensjahre in Sörnewitz bei einer der Töchter.

2022     am 25. August in Sörnewitz verstorben