Der neue Ausstellungsraum im Foyer Haus der Kirche

"Geistige Zeichen setzen" ist der Titel der vielbeachteten Austellung mit Werken von Friedrich Press. Mit dieser Dauerausstellung wurde im umgestalteten Foyer der Ausstellungsraum eröffnet.


Wandbild "Versöhnung" von Werner Juza

Das Wandbild „VERSÖHNUNG“ im Festsaal ist eine Wandfläche von 18 x 7 Metern. Sie entstand zwischen Frühjahr 1989 und Sommer 1990 im Zuge des Wiederaufbaus der Dreikönigskirche und des Ausbaus in ein Tagungszentrum. Werner Juza malte es mit Kaseinfarbe auf trockenen Putz.

In seiner Entwurfsvorlage von 1988 verarbeitete der in Wachau lebende Maler christliche Glaubensinhalte mit aktuellen gesellschaftskritischen Elementen.

Die Komposition ist auf das Kreuz ausgerichtet. Gesichtslose Menschen in Uniform als Ausdruck von Macht in Konfrontation mit Menschengruppen streben genauso hin zum Kreuz wie ein Menschenpaar, was ungeborenes Leben und das lebenserhaltende Wasser schützt und so die Versöhnung mit der Schöpfung ausdrückt, aber auch Menschen mit Symbolen, die an die Verantwortung in Medizin, Wissenschaft und Forschung hinweisen.
Tod und Leben, Vernichtung und Erlösung, Trauer und Trost vereinigen sich im Abbild des Gekreuzigten. In dem Wandbild kommt Enttäuschung und Verzweiflung genauso zum Ausdruck wie Hoffnung und Freude, pfingstliche Begeisterung und christliche Versöhnung.

Werner Juza möchte die Betrachter durch Konfrontation in das Geschehen des Bildes einbeziehen und ihnen zur Identifikation mit einzelnen Figuren und Szenen verhelfen, um dadurch VERSÖHNUNG erlebbar zu machen.

Die ersten drei Jahre seines Bestehens (1990 bis 1993) arbeiteten die Mitglieder des 1. Sächsischen Landtages nach der friedlichen Revolution in dem großen Saal der Dreikönigskirche vor diesem Wandbild und beschlossen dort die sächsische Verfassung.