Deutsche Weihnacht von 1900 bis 1945

Die Ausstellung zeigt die Foto-Serie eines Ehepaares, das in den Jahren von 1900 bis 1945 fast jährlich vor dem Weihnachtsbaum fotografiert wurde. Die Aufnahmen ermöglichen einen Einblick in Veränderungen der Zeit und geben Zeugnis der Alltags- und Kulturgeschichte. Sie bringen in Erinnerung, dass viele Menschen während der beiden Weltkriege wegen Kohlemangels im Mantel vor dem Weih­nachtsbaum saßen, was der Erwerb eines Staubsaugers bedeutete oder dass zu Beginn des Kriegs gleich neben dem Tannenbaum eine Landkarte mit den Markierungen der Truppenbewegungen stand. Aus dem Fotomaterial hat das Museum Charlottenburg-Wilmers­dorf eine Wanderausstellung entwickelt, die nun auch in Dresden zu sehen ist.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag:  9:00 bis 18.00 Uhr

Samstag: 11:00 bis 17:00 Uhr

"Geistige Zeichen setzen" ist der Titel der vielbeachteten Austellung mit Werken von Friedrich Press. Mit dieser Ausstellung wurde im umgestalteten Foyer der Ausstellungsraum eröffnet. Diese Ausstellung wird 2018 wieder aufgebaut.


Wandbild "Versöhnung" von Werner Juza

Das Wandbild „VERSÖHNUNG“ im Festsaal ist eine Wandfläche von 18 x 7 Metern. Sie entstand zwischen Frühjahr 1989 und Sommer 1990 im Zuge des Wiederaufbaus der Dreikönigskirche und des Ausbaus in ein Tagungszentrum. Werner Juza malte es mit Kaseinfarbe auf trockenen Putz.

In seiner Entwurfsvorlage von 1988 verarbeitete der in Wachau lebende Maler christliche Glaubensinhalte mit aktuellen gesellschaftskritischen Elementen.

Die Komposition ist auf das Kreuz ausgerichtet. Gesichtslose Menschen in Uniform als Ausdruck von Macht in Konfrontation mit Menschengruppen streben genauso hin zum Kreuz wie ein Menschenpaar, was ungeborenes Leben und das lebenserhaltende Wasser schützt und so die Versöhnung mit der Schöpfung ausdrückt, aber auch Menschen mit Symbolen, die an die Verantwortung in Medizin, Wissenschaft und Forschung hinweisen.
Tod und Leben, Vernichtung und Erlösung, Trauer und Trost vereinigen sich im Abbild des Gekreuzigten. In dem Wandbild kommt Enttäuschung und Verzweiflung genauso zum Ausdruck wie Hoffnung und Freude, pfingstliche Begeisterung und christliche Versöhnung.

Werner Juza möchte die Betrachter durch Konfrontation in das Geschehen des Bildes einbeziehen und ihnen zur Identifikation mit einzelnen Figuren und Szenen verhelfen, um dadurch VERSÖHNUNG erlebbar zu machen.

Die ersten drei Jahre seines Bestehens (1990 bis 1993) arbeiteten die Mitglieder des 1. Sächsischen Landtages nach der friedlichen Revolution in dem großen Saal der Dreikönigskirche vor diesem Wandbild und beschlossen dort die sächsische Verfassung.